Glossar - die Vorhaut von A-Z

Allgemeine Informationen über den Aufbau und die Funktion der Vorhaut
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Das Etwas
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Glossar - die Vorhaut von A-Z

Beitrag von Das Etwas » Sa 13. Okt 2018, 19:41

Eine übersichtliche Aufstellung aller Begriffe rund um die Vorhaut:

A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z

A
  • Aufblähende Vorhaut beim Pipi machen
    Siehe: Ballonieren
B
  • Ballonieren
    Das Ballonieren der Vorhaut ist ein natürliches, physiologisches Phänomen und erfordert keine Behandlung. Es ist ein Hinweis darauf, dass die normale Entwicklung der Vorhaut bereits eingesetzt hat, aber noch nicht abgeschlossen ist. Das Ballonieren verschwindet auf natürlichem Wege von selbst wieder, während die Vorhaut ihre Entwicklung fortsetzt und die Vorhautöffnung sich weitet.
    Wenn sich die Vorhaut bereits von der Eichel zu lösen beginnt, die Vorhautöffnung aber immer noch eng ist, kann der Urin die neu entstandenen Räume zwischen Vorhaut und Eichel auffüllen, sodass sich die Vorhaut ballonartig aufbläht.

    In der aktuellen Fassung der kanadischen Leitlinie zur "Pflege der normalen Vorhaut", an deren Erkenntnisse sich auch die aktualisierten Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Kinderchirurgie anlehnen, heißt es dazu:
    „Das Ballonieren der Vorhaut bei der Miktion ist nicht mit einer Beinträchtigung der Blasenentleerung vergesellschaftet und ist somit keine Indikation zur Zirkumzision.“

  • Beschneidung
    Zirkumzision (von lat. circumcisio „Beschneidung“), auch männliche Beschneidung, ist die teilweise oder vollständige Entfernung der männlichen Vorhaut. Sie gehört zu den weltweit am häufigsten durchgeführten körperlichen Eingriffen und wird meist aus religiösen und kulturellen Beweggründen durchgeführt, selten mit medizinischer Indikation.
    Abzugrenzen, wenngleich nicht minder abzulehnen, ist die männliche Beschneidung zur weiblichen Genitalverstümmelung, welche landläufig auch als "Beschneidung" bezeichnet wird.

  • Brit mila
    Brit mila bezeichnet die rituelle Beschneidung jüdischer männlicher Neugeborener, i. d. R. am 8. Lebenstag.
C
D
E
  • Erweiterungsplastik
    Siehe Triple-Incision

  • Ejaculatio praecox
    Bei der Ejaculatio praecox kommt es zu einem vorzeitigen, zu frühen Samenerguss, entweder bereits bei sexueller Erregung (wenn der Penis steif wird) noch vor dem eigentlichen Sex oder direkt nach dem Eindringen in die Scheide bzw. nach nur ganz wenigen „Stößen“.

    Viele Jungen und sehr junge Männer „kommen“ viel früher als ihre Partnerin, was aber meist nicht krankhaft ist, sondern einfach daran liegt, dass sich die Sexualpartner noch nicht aufeinander eingestellt haben bzw. dass dem Jungen / Mann Erfahrungen fehlen.

    Manchmal hört oder liest man, eine Beschneidung verhindere „zu frühes Kommen“. Dies ist ein verhängnisvoller Irrtum! Zwar wird die Eichel nach radikaler Beschneidung der Vorhaut unempfindlicher. Dies kann aber auch negativ empfunden werden und die Sexualität beeinträchtigen – und ist dann nicht mehr umkehrbar. Und es gibt auch Jungen/Männer, die nach der Beschneidung eine Verschlechterung des Problems erleben.

    Behandelt wird der vorzeitige Samenerguss in der Regel durch Training. Notwendig ist zunächst eine umfassende Anamnese und Diagnostik, in die ggf. auch die Partnerin einbezogen wird. Behandelt wird durch verschiedene Methoden, geläufig ist die sog. Squeeze-Methode, wobei der Mann bis kurz vor den Ejakulationspunkt stimuliert, dann jedoch durch massiven andauernden Druck (Zusammenpressen) des Penis wieder „beruhigt“ wird. Durch Wiederholung dieser Prozedur (die sicher durchaus angenehm sein kann) soll sozusagen eine Art Körperkontrolle erlernt werden.
F
  • Frenulum praeputii
    Das Frenulum praeputii, im klinischen Sprachgebrauch einfach Frenulum, Deutsch: Vorhautbändchen, ist eine schmale, mit Schleimhaut überzogene Bindegewebsfalte ("Frenulum") an der Unterseite der Eichel.
    Sie verbindet die Vorhaut mit der Eichel und sorgt dafür, dass die Vorhaut nicht zu weit hinter die Eichel zurückgezogen und dadurch unter Spannung Schmerzen verursachen oder gar einreißen kann.
    Als gefalteter Teil der Vorhaut beinhaltet das Frenulum auf geringster Fläche eine extrem hohe Anzahl sog. Meissner'sche Tastkörperchen, welche für eine besonders hohe Sensitivität für Berührungen und somit für einen Großteil der Stimulation beim Geschlechtsverkehr oder der Selbstbefriedigung sorgen.

    Ist das Frenulum zu kurz, spricht der Arzt vom "Frenulum Breve".

  • Frenulum Breve
    Vom Frenulum breve spricht man, wenn das Vorhautbändchen an der Eichelunterseite so kurz ist, dass es das Zurückziehen der Vorhaut verhindert oder erschwert oder das Bändchen so stark spannt, dass es weh tut.

    Unter Umständen wird die Eichel beim Zurückziehen der Vorhaut oder beim Steifwerden des Penis durch den entstehenden Zug nach vorne abgeknickt.

    Ein Frenulum breve kann bei mechanischer Überbelastung reißen. Der Einriss der im Vorhautbändchen verlaufenden Arterie kann zu einer starken und länger andauernden Blutung führen. Ein zu kurzes Vorhautbändchen kann operativ durchtrennt oder verlängert werden.

    Es gibt drei Operationsvarianten:

    - die Frenulotomie (Durchtrennung des Frenulums),
    - die Frenuloplastik, d.h. Verlängerung des Frenulums mit Eigenhaut und
    - die Entfernung des Frenulums (Frenulektomie)
    - Eine Entfernung des Frenulums sollte möglichst vermieden werden, um die sexuelle Empfindsamkeit zu erhalten.

    Die unterschiedlichen Operationen werden in der Regel ambulant unter örtlicher Betäubung durchgeführt, wobei die Heilungszeit zwei bis vier Wochen beträgt. Während der Heilungszeit sollten mechanische Belastungen (Sex, Selbstbefriedigung) vermieden werden.
G
H
  • Hypospadie
    Diagnose und Erscheinungsbild
    Unter Hypospadie versteht man eine angeborene Entwicklungsstörung der Harnröhre - bei Jungen meist in Verbindung mit einer Krümmung des Gliedes und einer Fehlentwicklung der Vorhaut (lange Vorhaut auf der einen Seite, Fehlen der Vorhaut auf der anderen Seite).

    Die Harnröhrenöffnung beim Jungen kann bei einer Hypospadie an verschiedenen Stellen liegen – an der Unterseite der Eichel, an der Unterseite des Penisschaftes oder zwischen den Beinen (Damm, zwischen Hodensack und After). Die Harnröhrenöffnung ist punktförmig und kaum sichtbar. Meistens besteht zudem eine deutliche Harnröhrenverengung (Meatusstenose). Die Harnentleerung im Stehen bei Jungen mit Hypospadie ist erschwert oder unmöglich, da der Urinstrahl nach hinten bzw. unten verläuft.

    Therapie
    Eine Hypospadie wird durch einen operativen Eingriff behoben, bei dem die Harnröhre ggf. vollständig plastisch neu hergestellt wird.

    Sechs Wochen vor dem Eingriff wird je nach Grad der Hypospadie der Penis täglich mit einer Hormonsalbe eingecremt, um die Hautverhältnisse zu verbessern. Der Eingriff selbst findet unter Vollnarkose statt und dauert, je nach Schweregrad, zwischen einer und vier Stunden. Bei schwereren Fällen können mehrere Operationen notwendig sein. Gegebenenfalls kann eine Schleimhauttransplantation z. B. aus der Mundhöhle notwendig sein.

    Keine Beschneidung bei Hypospadie!
    Es ist anzuraten, einen Jungen mit der Diagnose Hypospadie nicht beschneiden zu lassen, da die Vorhaut eventuell zum Aufbau der Harnröhre benötigt wird.

    Ziele eines chirurgischen Eingriffes sind:
    - Streckung des Gliedes -> Penisaufrichtung
    - Rekonstruktion der Harnröhre und der Harnröhrenendung an der Spitze der Eichel
    - Möglichkeit eines normalen Urinierens und einer normalen Erektion (Gliedversteifung)
    - Erreichen eines normalen Äußeren des Penis
    - Psychologischer Aspekt

    Komplikationen
    Die Komplikationsrate nach einer Korrektur ist verhältnismäßig hoch und reicht von 5 bis 30 Prozent. Sie ist abhängig vom Schweregrad der Hypospadie, der Stärke des Nahtmaterials und der Erfahrung des behandelnden Arztes.

    Mögliche Komplikationen nach der Operation sind übermäßige Schwellungen, Nachblutungen und Wundheilungsstörungen. Die häufigsten Spätkomplikationen sind:

    -Fistel
    -Harnröhrenstriktur (Harnröhrenverengung)
    -Restverkrümmung

    Die klinische Praxis hat gezeigt, dass nach Ablauf eines Jahres nach der Operation in der Regel keine Komplikationen mehr auftreten.
I
J
K L
M
N
O
P
  • Paraphimose
    Wenn jemand bei bestehender Phimose die enge Vorhaut hinter die Eichel des Penis zurückstreift und diese im Eichelkranz hängen bleibt, entsteht eine Paraphimose – auch Spanischer Kragen genannt: An der Stelle, an der die Vorhaut hängen geblieben ist, bildet sie dann einen schmerzhaften Schnürring, der die Durchblutung mindert. Zur Paraphimose kann es auch bei Erektionen kommen.

    Bei einer akuten Paraphimose heißt es: Ab zum Arzt! Denn ohne sofortige Behandlung kann die Abschnürung das Gewebe schädigen.

  • Phimose
    Bei einer Phimose bzw. Vorhautverengung besteht ein Missverhältnis zwischen der Größe der Eichel und der dehnbaren Weite der Vorhautöffnung. Dadurch lässt sich die Vorhaut (Präputium) gar nicht oder nur unter Schwierigkeiten über die Eichel des Penis zurückziehen.

    Man unterscheidet bei der Vorhautverengung zwei Formen:

    - die primäre und
    - die sekundäre Phimose.
    Primäre Phimose: Angeborene Vorhautverengung
    Die primäre Phimose ist eine angeborene Vorhautverengung. Die Vorhaut ist also von Geburt an verengt. Allerdings ist zu beachten, dass bei Kleinkindern eine nicht zurückziehbare Vorhaut völlig normal ist (sog. Vorhautverklebung oder physiologische Phimose). Daher ist es wichtig, die Vorhaut bei Kindern in den ersten Lebensjahren niemals gewaltsam zurückzuziehen.

    Meist lässt sich die Vorhaut ab dem dritten bis fünften Lebensjahr zumindest weitgehend zurückziehen. Ist dies nicht möglich, kann das auf eine krankhafte primäre Phimose hindeuten. Aber auch dann kann sich die Vorhautverengung noch von selbst geben:

    Bei Eintritt ins schulpflichtige Alter kann etwa die Hälfte aller Jungen die Vorhaut nicht zurückstreifen, im Alter von zehn Jahren hat entwicklungsbedingt noch ein Drittel eine zumindest partielle Enge oder Verklebung.
    Bei Jugendlichen liegt der Anteil dann zwischen 0,6 und 1,5 Prozent.
    Eine Behandlung der Phimose ist dann notwendig, wenn in den ersten Lebensjahren wiederholt Entzündungen oder Schwierigkeiten beim Wasserlassen auftreten. Wenn sich bei den Kindern die Vorhaut beim Wasserlassen aufbläht, ohne dass der Harnstrahl abgeschwächt ist, ist dies alleine allerdings noch kein Zeichen für eine krankhafte Vorhautverengung.

    Als sekundäre Phimose bezeichnet man eine erworbene – also erst im Lauf des Lebens entstandene – Vorhautverengung: Zunächst ist die Vorhaut bei den betroffenen Kindern oder Erwachsenen normal weit. Durch wiederholte Entzündungen oder durch gewaltsame Einwirkungen mit Einrissen, Blutungen oder entzündlicher oder narbiger Abheilung kann jedoch eine narbige Phimose entstehen: Narbengewebe neigt dazu, zu schrumpfen. Das schrumpfende Narbengewebe kann die Vorhaut so stark verengen, dass es ratsam ist, die Verengung zu beseitigen.

    Die sekundäre Phimose tritt häufig bei Diabetikern auf.

  • Praeputium (oder Präputium)
    Siehe: Vorhaut

  • Praeputiolyse
    Die Praeputiolyse ist ein chirurgischer sog. mikroinvasiver (minimal eingreifender) Eingriff, bei dem mittels einer Knopflochsonde, welche in die Vorhautöffnung eingeführt wird, noch vorhandene Verklebungen der Vorhaut mit der Eichel durch mechanische Trennung der Verklebung gelöst werden. Dieser Eingriff wird angewandt, falls die Vorhautöffnung zwar ausreichend weit wäre um die Vorhaut über die Eichel zurückzuziehen, einzelne Flächen der Vorhaut aber noch mit der Eichel verklebt sind und das Zurückziehen somit ganz oder teilweise verhindern.

    Mit dem Wissen um den natürlichen Ablösungsprozess der Verklebungen zwischen Vorhaut und Eichel, insbesondere dessen möglicher langer Dauer, ist dieser Eingriff heute überholt und fügt mehr Schaden als Nutzen zu, da die mechanische Abschälung der Vorhautverklebung flächige offene Wunden auf der inneren Vorhaut und der Eichel erzeugt. Der zwangsläufige Kontakt des Urins mit den Wundflächen führt zu brennenden Schmerzen. Hinzu kommt die Notwendigkeit, die innen wunde Vorhaut mehrmals täglich vollständig über die Eichel zu bewegen, was äußerst schmerzhaft ist.
    Unterbleibt dies jedoch, verwachsen die aufeinander liegenden Wundflächen im Rahmen der Wundheilung wieder miteinander, dann jedoch mit Narbengewebe. Eine solche dann vorhandene Vorhautverwachsung kann nur noch chirurgisch, meist unter Zerstörung der Vorhaut und Mitleidenschaft der Eicheloberfläche, getrennt werden.
Q
R
  • Radikale Beschneidung
    Bei der radikalen Beschneidung wird die Vorhaut vollständig entfernt (Siehe: Beschneidung), oft auch das Vorhautbändchen (Frenulum).
    Nach einer radikalen Beschneidung liegt die Eichel vollständig und ungeschützt frei. Der ungeschützte Kontakt und die Reibung an der Kleidung führen zu einer allmählichen Abstumpfung der Tastkörper in der Eichel und einer Keratinisierung (Bildung von Hornhaut) auf der empfindlichen Schleimhautoberfläche der Eichel. Diese kann unter ungünstigen Umständen bis hin zu einer in späterem Lebensalter sich verstärkender Schwierigkeit, zum Orgasmus zu kommen, führen.

    Ferner kann, wenn die radikale Beschneidung in der Kindheit durchgeführt wurde, nach dem Wachstum des Penis ein Spannungsgefühl durch eine zu straff durchgeführte Beschneidung auftreten. Dies kann derart stark ausfallen, dass die verbliebene, nun straff liegende Schafthaut das Hodensackgewebe bei der Erektion und damit verbundener Längenänderung des Penis mit hoch zieht.
    Eine straffe Beschneidung der Vorhaut mit faltenfrei liegender Penisschafthaut ist deshalb vor dem vollständig abgeschlossenen Peniswachstum unbedingt zu vermeiden.

  • Relative Phimose
    Die relative Phimose, auch unvollständige Phimose genannt, beschreibt den Zustand, wenn die Vorhautöffnung ausreichend weit genug ist, um bei erschlafftem Glied vollständig über die Eichel gezogen zu werden, im Falle der Erektion jedoch nur teilweise oder - je nach Größenänderung - gar nicht.
    Diese Form der Phimose birgt die Gefahr einer Paraphimose, sollte der Penis bei zuvor zurückgezogener Vorhaut erregieren. Die für diesen Fall (noch) zu enge Vorhaut kann sich dann hinter dem Eichelkranz verklemmen und diese einschnüren.

    Der relativen Phimose gegenüber steht die Vollständige bzw. absolute Phimose.
S
  • Salbenbehandlung
    Bei der sogenannten konservativen (nicht operativen) Behandlung der Phimose wird über einen Zeitraum von vier bis acht Wochen zweimal täglich eine kortisonhaltige Salbe auf den vorderen Bereich der Vorhaut aufgetragen. Das Kortison sorgt dafür, dass die Haut elastischer wird.
    Ab der dritten Behandlungswoche können die Eltern oder das Kind dann selbst versuchen, die Vorhaut allmählich zu dehnen. Hierzu schiebt man die Vorhaut täglich vorsichtig nur so weit zurück, dass keine Schmerzen auftreten.

  • Smegma
    Smegma ist eine talgige, gelblich-weiße Masse zwischen der Penis-Eichel (Glans penis) und der Vorhaut. Sie wird auch Vorhauttalg genannt und besteht aus Sekret der Talgdrüsen, die sich in der Haut der Eichel befinden, sowie abgeschilferten Epithelzellen der Innenseite der Vorhaut (Präputium).
    Das Smegma – das Wort leitet sich aus dem griechischen Wort für Seife ab – bildet einen Schutzfilm für die Eichel. Dieser Film muss aber mit der täglichen Reinigung entfernt werden, um einem Bakterienwachstum den Nährboden zu entziehen.

    Bei Jungen vor der Pubertät produziert der Körper jedoch Smegma noch nicht in nennenswertem Maße. Vielmehr ist durch die natürliche noch vorhandene Verklebung der Vorhaut mit der Eichel die Eicheloberfläche hierdurch geschützt. Durch den fortwährenden Erneuerungsprozess sowie den irgendwann einsetzenden Ablösungsprozess der Vorhaut von der Eichel abgeschilferte alte Hautzellen sammeln sich vorne an der Harnröhrenöffnung und werden spätestens beim nächsten Toilettengang ganz natürlich ausgespült.

  • Spanischer Kragen
    Siehe: Paraphimose

  • Sünnet
    Die traditionelle Beschneidung männlicher Kinder/Jugendlicher oder Erwachsener im Islam.
T
  • Teilbeschneidung
    Irreführend oft auch als vorhauterhaltende Beschneidung oder sparsame Beschneidung bezeichnet.
    Bei dieser Form der Beschneidung erfolgt - anders als bei der radikalen Beschneidung - keine vollständige Entfernung der Vorhaut, sondern nur der engen vorderen Spitze, so dass zumindest ein Teil der Vorhaut erhalten bleibt.
    Dieses Verfahren erfordert jedoch bereits ab dem Abend des Operationstages das mehrmalige vollständige Bewegen der Vorhaut über die Eichel und wieder zurück bis zur vollständigen Abheilung. Denkbarerweise ist dies für den Patienten ein immens schmerzhaftes und unangenehmes Verfahren.
    Unterbleibt das regelmäßige Bewegen der verbliebenen Vorhaut jedoch, besteht die Gefahr, dass die Operationsnarbe den Durchmesser der Position vor der Eichel annimmt und nach Abheilung (wieder) ein zu enger und nun narbiger Vorhautring das Zurückziehen der Vorhaut über die Eichel verhindert. Dieser kann zwar ebenfalls gedehnt werden, jedoch ist diese Behandlung weitaus langwieriger als es das Dehnen der "normal" verengten Vorhaut gewesen wäre.
    Oft muss nach einer solch missglückten Teilbeschneidung später eine erneute, dann vollständige, Beschneidung erfolgen.

    Als weitaus sinnvolleres und die Vorhaut vollständig erhaltendes Operationsverfahren bietet sich die Triple-Incision an.

  • Triple-Incision
    Triple Inzision ist die Bezeichnung einer Operation zur Behandlung einer Phimose bei vollständiger Erhaltung der Vorhaut.

    Die Technik besteht aus (in der Regel) drei Einschnitten quer durch die Verengung. Die Schnittkanten werden daraufhin aber längs der Verengung wieder vernäht, womit der Umfang der Verengung, entsprechend der Länge des Schnitts, zunimmt. Aus ästhetischer Sicht ist diese Technik der einfachen Inzision (dorsaler Schnitt) deutlich überlegen und führt in der Regel zu einem sehr unauffälligen Ergebnis.

    Im Gegensatz zur Teilbeschneidung kann mit dem regelmäßigen Bewegen der operierten Vorhaut wesentlich später begonnen werden, so dass dies für den Patienten weitaus weniger schmerzhaft ist. Zudem ist die Gefahr der zu engen narbigen Abheilung, anders als bei der Teilbeschneidung, aufgrund der Operationstechnik und der Position der Wunden wesentlich geringer.

    Bei der Triple-Incision handelt es sich um eine vergleichbar "neue" Operationstechnik, weshalb sie leider von vielen Chirurgen noch immer nicht angeboten wird.
    Bei Interesse am Erhalt der Vorhaut sollte unbedingt ein Chirurg, der diesem Operationsverfahren offen gegenüber steht, konsultiert werden.
U
V
  • Vollständige Phimose
    Die vollständige Phimose, auch absolute Phimose genannt, bezeichnet den Zustand, wenn die Vorhaut so weit verengt ist, dass sie bereits bei schlaffem Glied schon nicht über die Eichel zurückgeschoben werden kann.
    Dem gegenüber steht die Relative oder auch unvollständige Phimose.

  • Vorhaut
    Die Vorhaut (lateinisch Präputium) bezeichnet beim Mann bzw. beim Jungen den Teil der Penishaut, welcher die Eichel umgibt. Die Vorhaut ist eine Reservefalte für die Verlängerung des Penis bei einer Erektion.

    Die Vorhaut besteht aus einem Innenblatt (innere Vorhaut) und ein Außenblatt (äußere Vorhaut). Sie sind nicht miteinander verwachsen, sondern gegeneinander verschiebbar und im nicht zurückgezogenen Zustand an der Penisspitze zusammengefaltet. Das Außenblatt besteht aus äußerer Haut, das Innenblatt ist eine Schleimhaut mit einem unverhornten Plattenepithel.

    Bei Kindern ist das Innenblatt der Vorhaut meist mit der Eichel verklebt.

    An der Unterseite der Vorhaut ist eine Verwachsungslinie, die Vorhautnaht (Raphe preputii) sichtbar. Sie setzt sich über das Vorhautbändchen (Frenulum) über die Penisnaht und den Hodensack bis zum After fort.

    Die Vorhaut ist kein überflüssiges Stück Haut, sondern ein wertvoller Bestandteil des Penis und der Sexualität. Während des ganzen Lebens hält die Vorhaut die Eichel zart und feucht und schützt sie vor Trauma und Verletzungen, Reibung und Austrocknung.

    Die Vorhaut enthält zahlreiche Meissnersche Tastkörperchen, die durch Dehnung stimuliert werden. Besonders viele dieser Tastkörper und Nervenenden enthält das vordere Drittel der Vorhaut, das sogenannte gefurchte Band. Die Vorhaut verhindert durch einen speziellen Gleiteffekt unnötige Reibung beim Geschlechtsverkehr und steigert das Lustempfinden.

  • Vorhautbändchen
    Siehe: Frenulum praeputii

  • Vorhautlösung
    Siehe: Praeputiolyse

  • Vorhautverengung
    Siehe: Phimose
W
X
Y
Z

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